Hintergrund der Münch-Ferber-Villa
 Das wohl interessanteste und architektonisch bedeutendste Baudenkmal der Stadt Hof ist die Münch-Ferber-Villa. Das Prunk-Gebäude im klassizierenden Stil wurde 1889 im Auftrag des Kommerzienrates Walther Münch-Ferber durch den Leipziger Architekten Weinhard gebaut. Er orientierte sich bei seiner Bauplanung an den Vorbildern der italienischen Baumeister. Das Haus, das – Zeitzeugen zufolge – nach seiner Errichtung großes Aufsehen erregte, spiegelt eindrucksvoll den prunkvollen, repräsentativen Lebensstil der nach 1871 reich gewordenen Bürgerschaft wider.
 Der Niedergang der Villa begann mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Um Flüchtlinge unterzubringen, wurden Zwischenwände eingezogen, und sogar der Wintergarten mit Veranda wurde zu Wohnungen umfunktioniert. 1965 wurde überdies, ohne Rücksicht auf den Denkmalschutz, die Fassade des Gebäudes massiv verändert.
 Mittlerweile steht die riesige Villa leer. Aber es ist aufgrund der Initiative zahlreicher Bürgerinnen und Bürger gelungen, die Sanierung der Villa in Angriff zu nehmen. Der Spatenstich erfolgt am 8. September 2010 im Beisein des Oberbürgermeisters Dr. Harald Fichtner, des Präsidenten der Fördergesellschaft, Herrn Dr. Georg von Waldenfels, und von Landrat Bernd Hering.
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